Die DJEM 2026 ist vorbei und wie immer war es eine spannende Woche mit vielen unvergesslichen Erlebnissen, Auf und Abs und hart umkämpften Schachpartien. In unserem Abschlussbericht erfahrt ihr, wie unsere Spieler:innen am Ende abschneiden konnten. Hier geht es zu allen Turnierergebnissen. Ein großer Dank geht an unser Delegationsleiter- und Trainerteam, das die Schleswig-Holsteiner:innen wie in jedem Jahr sicher durch den Trubel der Deutschen Meisterschaft geführt und für viel Begeisterung gesorgt hat - gotta chess 'em all!
U8 & U8w
In den starken Teilnehmendenfeldern der U8 & U8w war es für unsere beiden Starter Mark Muradyan und Nike Posske nicht leicht, mitzuhalten. Nach jeweils zwei Niederlagen am ersten Spieltag gaben beide jedoch alles und holten in Runde 3 jeweils ihren ersten Punkt! Bei Nike lief es daraufhin gegen starke Gegnerinnen nicht ganz so gut, doch immerhin gelang ihr in Runde 7 noch ein Sieg, wodurch sie das Turnier mit 2/7 auf Platz 29 beendet. Mark stand nach 4 Runden ebenfalls bei 2 Punkten, setzte dann aber zu einem überzeugenden Endspurt an und konnte die letzten drei Runden gewinnen! Mit 4/7 landet er damit auf Platz 20, ganze 17 Plätze vor seiner Setzliste.
U10 & U10w
In der U10 schnitt Mavi Solar mit 5,5 / 9 am erfolgreichsten ab. Vor allem 2/3 in den letzten drei Runden gegen nominell stärkere Gegner sorgten dafür, dass Mavi sich in der Tabelle noch einmal ordentlich nach vorne kämpfte und mit Platz 16 zufrieden auf das Turnier blicken kann. Oscar Reese startete ebenfalls gut, musste gegen Turnierende allerdings ein paar Niederlagen einstecken. Durch einen Sieg in Runde 9 erreicht er mit Platz 22 einen versöhnlichen Turnierabschluss. Kirill startete bei seiner ersten DJEM mit 2/3 gut ins Turnier, konnte jedoch auch am Ende nicht mehr ganz so gut punkten und belegt nach neun Runden Platz 46.
Wechselhaft lief es für unsere drei Spielerinnen in der U10w. Mila Joyce Freymann musste mit 0/3 einen schweren Turnierstart hinnehmen. Nachdem sie ihren ersten Punkt in Runde 4 holte, lief es aber richtig gut und mit insgesamt 4 Punkten und Platz 31 der Rangliste schaffte sie es sogar vor ihren Setzlistenplatz. Auch Camille schaffte es mit einer durchweg soliden Leistung auf Platz 36 und somit auch einige Plätze vor ihre Setzliste. Emmy startete – umgekehrt zu Mila – mit 2/4 super ins Turnier, bekam dann aber entsprechend starke Gegnerinnen und konnte leider nicht mehr Punkten. Mit Platz 39 der Endrangliste liegt allerdings auch sie vor ihrer Startplatzierung.
U12 & U12w
Zunächst sah es für unsere vier aus der U12(w) nach keinem guten Turnier aus, mit nur 0,5 von 8 möglichen Punkten war der erste Tag der DEM ein Tag zum Vergessen. Ab dem zweiten Tag startete einer dann aber so richtig durch: Mit 6,5 Punkten aus den verbleibenden 7 Runden katapultierte sich Toshiya durch elektrisierende Partien, bei denen selbst ein Pikachu neidisch wird, auf einen hervorragenden Platz 5, wobei er auch den späteren Deutschen Meister schlagen konnte.
Während sich Henning schon in der 3.Runde im direkten Duell mit Lucien seinen ersten Punkt sichern konnte, musste Lucien bis zur 5.Runde auf seinen ersten Erfolg warten. Beide verbleiben trotz hartem Kampf zum Turnierende respektiv mit 2,5 und 2 Punkten am unteren Ende der Tabelle. Besonders bitter ist dabei die Siegesquote, die die beiden mit den weißen Steinen verbuchen konnten, denn alle 8 Partie als Anziehende wurden verloren.
Nach dem ungünstigen Start konnte Amelie in den Runden 3-5 ungeschlagen bleiben und dabei auch Gegnerinnen, die in der Endtabelle über ihr gelandet sind, halbe Punkte wegnehmen. Mit einem Sieg in der letzten Runde verabschiedet sie sich mit einem positiven Ergebnis und 3,5 Punkten von einem Tabellenrang über ihrer Setzlistenposition bis zur nächsten Qualifikation von der DEM.
U14 & U14w
In der U14 und U14w zeigten Moritz und Mane sehr erfreuliche Leistungen und ließen ihre ursprünglichen Setzlistenplätze am Ende deutlich hinter sich. Mane erkämpfte sich bei den Mädchen mit zwei Siegen und vier Remis starke 4 aus 9 Punkten und darf mit diesem Ergebnis rundum zufrieden sein. Moritz durfte sich auch über 2 Siege und sogar 5 Remis freuen und erreichte so bei den Jungs mit 4,5 aus 9 Punkten die Goldene Mitte. Beide schlossen das Turnier damit weit über den Erwartungen ab und belohnten sich für ihren Einsatz jeweils mit einem schönen Plus an Elo-Punkten. Sie haben ein tolles Turnier gespielt, und vielleicht gelingt es ihnen ja beim nächsten Mal, das ein oder andere Remis noch in einen vollen Punkt umzuwandeln.
U16 & U16w
Nach dem Vizemeistertitel im letzten Jahr und mit der zweithöchsten
Wertungszahl im Turnier gehörte Levi Malinowsky zu den klaren Favoriten
der U16. Doch er bekam leider schnell das in diesem Jahr außergewöhnlich
starke Feld zu spüren. Auf einen mühsamem Auftaktsieg folgte eine
unglückliche Niederlage mit schwarz gegen einen zwar nominell
schwächeren, aber keineswegs schwachen Gegner. Anschließend wurde Levi
hochgelost, mit weiß kam er gegen einen der anderen Turnierfavoriten
über ein Remis nicht hinaus und stand damit bei 1,5/3 Punkten. Er ließ
sich jedoch nicht entmutigen, im Rest des Turniers überzeugte er
durchgängig und sammelte fünf Punkte aus den verbliebenen sechs Partien.
Insbesondere der Abschluss des Turniers mit zwei Siegen in den letzten
beiden Runden sicherte ihm die Verteidigung des zweiten Platzes. Mit
einer herausragenden Leistung (7,5/9 Punkten) landete landete Alfred
Nemitz (Brandenburg) auf dem ersten Platz, nach dem schwächeren Start
und ohne ein direktes Duell war er für Levi nicht einzuholen. Levis
tolle Platzierung ist unabhängig davon ein grandioser Erfolg, herzlichen
Glückwunsch!
Neben diesem Top-Ergebnis ist auch die Leistung von unserem zweitem
Teilnehmer Savas Arslan nicht zu vergessen. Vom letzten Platz der
Setzliste gestartet, zeigte er direkt in der ersten Runde, dass er nicht
unterschätzt werden sollte, als sein klar favorisierter Gegner sich erst
nach langem Kampf gerade noch den vollen Punkt sichern konnte. Zum
ersten Mal belohnte Savas sich mit einem Sieg in der dritten Runde für
sein facettenreiches Spiel, das sowohl furchtloses Angriffsschach als
auch solides Manövrieren in ruhigeren Stellungen umfasste. Es folgten
ein Remis mit schwarz und zwei weitere Siege mit weiß, sodass er sich in
der Abschlusstabelle mit 3,5/9 Punkten deutlich vom Tabellenende
distanzierte. Für seine erste Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft
ein sehr überzeugendes Ergebnis!
Beide Schleswig-Holsterinnen in der U16w, Ida Klara Kutz und Diana
Kopylov, starteten aus den Top 10 der Setzliste und hatten damit
berechtigte Ambitionen auf einen vorderen Tabellenplatz. Nachdem beide
am ersten Tag mit jeweils zwei Siegen gestartet waren, saßen sie
verdienterweise an den ersten beiden Brettern den Turnierfavoritinnen
gegenüber. Diese Herausforderungen waren leider noch eine Nummer zu
groß, wobei allerdings insbesondere Idas Niederlage keinesfalls
chancenlos war.
Für Ida begann mit dieser verpassten Gelegenheit bedauerlicherweise eine
sehr unglückliche Phase, in der sie insgesamt vier Partien in Folge
verlor. Mit einem Sieg in Runde 7 konnte sie die Serie endlich
durchbrechen, am Ende landete sie bei vier Punkten.
Diana dagegen gehörte nach der Niederlage in der dritten Runde zwar
nicht mehr zur Spitzengruppe, hielt sich aber sehr konstant dicht
dahinter. Mit einem starken Endspurt - zweieinhalb Punkte aus den
letzten drei Partien - schob sie sich noch unter die ersten fünf.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser starken Platzierung!
U18 & U18w
In der U18 hat sich Justus Sommer nach dem Pflichtsieg der ersten Runde gleich an den vorderen Brettern gefunden. Remis gegen den Erstgesetzten, Sieg gegen den späteren Deutschen Meister, Sieg gegen die Nummer zwei der Setzliste, das Turnier startete hervorragend. Doch die Luft war ein wenig raus und gegen sehr starke Gegner kamen nur noch 1,5 Punkte aus fünf Partien hinzu, sodass es am Ende nur für Platz neun gereicht hat. Auch wenn zwischenzeitlich mehr drinnen gewesen wäre insgesamt ein tolles Ergebnis, welches mit einigen Elo-Punkten belohnt werden wird.
Bei Bjarne Vollbehr verlief das Turnier andersherum: Nach einem schwierigen Start und 1/3 Punkten kämpfte er sich stark zurück und spielte in Runde sieben mit dem Blick nach vorne gerichtet an Brett vier und erreichte da einen halben Punkt. Doch in den letzten beiden Runden ließen auch bei Bjarne die Gegner nicht nach, in dem engen Teilnehmerfeld reichten die vier Punkte schlussendlich nur für Platz 22.
In der ersten Runde begann das Turnier für Julia Marie Junge sensationell mit einem Sieg gegen die Deutsche Meisterin des Vorjahres und spätere Viertplatzierte. Im weiteren Turnierverlauf hielt sie sich beständig im Mittelfeld, bevor es in der letzten Runde zum zweiten Vorstandsduell gegen unsere Jugendsprecherin Ida Rosin kam. In einer langen ausgekämpften Partie behielt Julia die Oberhand und beendete das Turnier mit 50% der Punkte auf Platz 16, vor dem Setzlistenplatz.
Ida schaffte es in dem Turnier häufig, sich gute Stellungen herauszuspielen, oft kam der Verwertung auf den letzten Metern nur die Zeitnot in den Weg. Neben einigen Unentschieden kam in der achten Runde noch ein Sieg hinzu, sodass sie ihren Erwartungen vor dem Turnier erfüllt hat. Mit drei Punkten konnte auch sie ihren Setzlistenplatz in den Endtabelle knapp verbessern.
ODJEMs
In der ODJM A schritt Tom Linus Bosselmann
vom Lübecker SV mit Würde voran.
Bereits als Nummer zwei der Setzliste angereist,
ließ er erkennen, dass seine Ambitionen nicht bloß aus Träumen gespeist.
Mit kühnen Angriffen, gewagt und bereit,
versetzte er Gegner in sichtbares Leid.
Ein Ritter vom Trave-Deich im Gefecht,
der selten nur zaudert, doch meistens ist echt.
Selbst im Königs-Gambit, wild und sehr frei,
zog er die Segel beherzt mit vorbei.
Und ließ sich von Rückschlägen, hart oder schwer,
nicht beugen – im Gegenteil: er kämpfte noch mehr.
Auch Chidera zog mutig aus,
weit fort von seines Heimat Haus.
Mit klarem Blick und festem Mut,
gelang ihm manches Schachstück gut.
Wo andre zögerten im Streit,
war er zur nächsten Tat bereit.
Mit Geist, Geschick und sicherer Hand
behauptete er sich im starken Land.
Mal griff er an, mal hielt er stand,
stets fest das Ruder in der Hand.
Und als die letzte Runde schloss,
war mancher Gegner reichlich verdross'.
So kehrt er heim mit stolzem Blick,
im Gepäck Erfahrung und manch Glück.
Denn wer auf Deutschlands Brettern besteht,
zeigt, dass noch Großes vor ihm steht.
ODJM B
Peter zog entschlossen aus,
und trug des Nordens Fahne hinaus.
Mit ruhiger Hand, mit klarem Sinn,
führte er Feld um Feld dahin.
Er stellte Bauern, fest und klar,
wie es sein Spielverständnis war.
Und Türme, die er schnell bewegt,
hat er ins aktive Spiel gelegt.
Am Ende stand er, stark und hehr,
auf Rang vier – und das sagt mehr.
Als bloße Zahl im Turnierbericht,
zeigt es die Kraft, die aus ihm spricht.
Denn was er tat am Schachbrett hier,
war reife Kunst und Willenszier.
Ein Spieler, der den Norden ehrt,
und Schach mit echter Stärke lehrt.
Benjamin zog kühn hinaus,
verließ des Nordens stilles Haus.
Mit klarer Hand und kühlem Sinn
spielte er stark – und Punktgewinn.
Auf Rang acht stand er am Schluss,
ein Ergebnis, das man rühmen muss.
Sechs volle Punkte, wohl verdient,
weil er das Schach mit Ernst versieht.
Alwin ging denselben Weg,
Schritt um Schritt durchs Turniergehege.
Mit Mut, der keine Zweifel kennt,
er jede Stellung sauber trennt.
Auf Platz elf im Endresultat,
zeigte er, was er in sich hat.
Sechs Punkte – fest und gut gebaut,
auf Können und auf Fleiß vertraut.
Elia schließlich, ruhig, klar,
stand ebenfalls recht wunderbar.
Mit feinem Blick und wachem Geist
er oft den rechten Plan beweist.
Platz dreizehn ward ihm zugeteilt,
doch keiner hat die Zeit bereut.
Auch er erreicht mit sechs im Krug,
ein Ergebnis, das sich sehen genug.
ODJM C
Adam trat in Runde ein,
doch Schlaf war dort nur selten sein.
Denn wenig Ruh’ in dieser Zeit,
machte ihn oft nicht kampfbereit.
Doch trotz der Müdigkeit im Sinn,
fand er zum Spielgeschehen hin.
Mit starkem Blick am Brett so klar,
war er gefährlicher, als er’s war.
Fünf Komma fünf – ein stolzer Wert,
den man im Norden gern verehrt.
Denn jeder Punkt, hart erkämpft und rein,
muss nicht nur Glück, muss Können sein.
So zog er durch das Turniergeschehen,
ließ manche Gegner ratlos stehen.
Und auch wenn Schlaf ihm oft entwich,
spielte er stark – und das für sich.
Auch Niklas trat ans Brett heran,
wo jedes Spiel nur wachsen kann.
Mit klarem Blick und ruhiger Hand,
zog er durch manches Kampfgespann.
Doch Zug um Zug fand er ins Spiel,
und traf dabei recht oft sein Ziel.
Er kämpfte still, doch stets bereit,
in jeder Stellung, jeder Zeit.
Fünf Punkte stehen nun am Schluss,
ein Ergebnis, das man achten muss.
Kein Zufall war’s, kein leichter Lohn,
vielmehr der Fleiß als schönster Ton.
So geht er heim mit stolzem Sinn,
und nimmt die Erfahrung mit dahin.
Und wer ihn künftig sieht am Brett,
der weiß: Der spielt nicht einfach nett.
ODJM D
Kyrylo zog ins Feld hinein,
wo viele Bretter schwer zu sein.
Mit ruhigem Blick und klarem Plan,
begann sein Spiel, so wohlgetan.
Sechs Komma fünf – ein starker Lauf,
das hebt ihn weit im Feld hinauf.
Auf Rang neun steht er schließlich da,
wo man ihn längst im Blick schon sah.
Er griff entschlossen Zug um Zug,
und zeigte oft den rechten Zug.
Wo andre schwankten hin und her,
blieb seine Linie fest und schwer.
So war sein Turnier ein klares Zeichen,
dass Können, Fleiß und Mut sich gleichen.
Und wer ihn dort am Brett gesehn,
wird seinen Weg noch weiter sehn.
Was heute in Willingen begann,
führt morgen vielleicht zur Spitze hinan.
Der Norden stand auf, der Norden war bereit,
mit Kampfgeist, mit Herz und mit Schachbegeistertheit.
Und klingt nun das Schlusswort auch feierlich und hehr:
Schleswig-Holstein kommt wieder – und das noch stärker als bisher.