Der fünfte Tag der DEM leitet nicht nur das zweite Wochenende der DEM, sondern mit der 8.Runde auch den Endspurt des Turnieres ein. Hier erfahrt ihr, welchen unserer Spieler*innen die letzten willinger Sonnenstrahlen aufs Brett schienen und welchen Spieler*innen die heutigen Gewitterwolken die Aussichten auf den vorletzten Punkt vermiest haben.
U8(w)
Passend zum guten Wetter von heute Morgen, starten wir heute mit unserem strahlenden Sonnenkönig Mark. In beiden Partien konnte er im Mittelspiel dominieren und setzte beide Gegner königlich-pompös Matt. Somit steht er nun bei 3/6 Punkten und hätte mit einem Sieg gute Chancen auf die Top 20.
Weniger sonnig lief es leider bei Nike in der U8w. Sowohl in der Morgenrunde als auch in der Partie am Nachmittag startete sie gut, ihre Gegnerinnen konnten sich jedoch vor ihren Angriffen im Nebel der eigenen Figuren verstecken, sodass sie in beiden Partien zunächst Material und dann auch sich geschlagen geben musste. Ein Sieg in der letzten Runde scheint möglich, benötigt aber sicherlich etwas mehr Spielglück.
U10(w)
Obwohl die meisten jungen Spieler nicht für den Konsum von gesundem Obst und Gemüse bekannt sind, drehte sich bei unseren U10ern vieles um die Produzenten der Feldfrüchte: Die Bauern.
Oscar musste schon am Anfang des Mittelspiels einen Minusbauern hinnehmen und konnte in der Folge die Angriffe seines Gegners auf die anderen Bauern nicht verteidigen. Vor dem Verlust seinen dritten Bauern und der damit verbundenen Hungersnot gab sich sein Hof geschlagen.
Auch Mavi hatte mit seinen Bauern kein Glück: Die Mistgabeln seiner Bauern konnten dem starken Angriff seines Gegners nicht standhalten, sodass von seiner Burg „Kurze Rochade“ am Ende nur noch Ruinen blieben. Mit seinen 4,5 Punkten verbleibt er jedoch als bester SHler.
Kirills Bauern hatten hingegen einen neuen Superdünger zur Hand, durch den sie einen klaren Vorsprung im Bauernrennen erhielten. Der in der Folge gewonnene Turm wurde geschickt für eine Umwandlung geopfert, die am Ende das Matt bringen sollte.
In der letzten Runde können alle 3 noch einmal Punkten, sodass am Ende alle auf mindestens 50% der Punkte kommen können.
Doch auch bei den Spielerinnen der U10w drehte es sich heute um das Thema Bauernhof, das Getreide der Jungs wurde hier jedoch an die schönen Pferde und Ponys (Springer) verfüttert.
Emmy wurde in ihrer sichergeglaubten Rochade von einem Opfer überrascht, durch den ihr Springer einen mutigen Ausritt wagte. In der Folge offenbarten sich weitere Lücken im Stall, wodurch sich ihre Gegnerin den Punkt ergaunern konnte.
Auch Camille hatte mit ihren Pferden heute kein Glück, jedoch auf andere Art. Ihr Springer stand behutsam und sichergeglaubt auf der Weide, durch ein geschicktes Opfer konnte ihre Gegnerin jedoch Camilles Dame geschickt so ablenken, dass zuerst ihr geliebter Springer, dann die Verteidigungsbauern und schließlich auch die Partie verloren ging.
Einzig Mila konnte heute glücklich nach Hause reiten. In ihrer Partie opferte ihre Gegnerin einen Springer, den nachfolgenden Angriff konnte Mila geschickt verteidigen, um dann ihren Springer für einen laufenden Freibauern zu geben. Dabei hat sie aufs richtige Pferd gesetzt: Sie konnte gewinnen und sicherte sich so ihrer vierten Punkt.‘
Alle drei treffen morgen ein letztes Mal auf nominell stärkere Gegnerinnen, die Motivation für den letzten Punkt überliegt dabei hoffentlich dem Respekt vor der höheren Zahl.
U12(w)
Die vorletzte Runde wurde in der U12 hingegen nicht mit Feldarbeit und Pferdepflege verbracht, neben Energiesparen für das letzte Gefecht standen hier vor allem sehr erfolgreiche Friedensverhandlungen auf dem Plan, an denen sich so mancher Politiker eine Scheibe anschneiden könnte.
Die längste Partie spielte Henning mit 29 Zügen. Nach vielem Getausche verblieb Henning zwar mit einem Mehrbauern, die Bauernstruktur war jedoch wenig harmonisch, sodass er das Remisangebot seines Gegners annahm.
In Luciens Partie bildeten die Bauern schöne Kette, die nach 24 Zügen jedoch eher der chinesischen Mauer glichen. Da keiner der Kontrahenten als neuer Dschingis Khan in die Geschichte der DEM eingehen wollte, gab es auch hier die Punkteteilung.
Nach bereits 22 Zügen befanden sich an Brett 3 die Läufer von Toshiya und seinen Gegner in einem Revolverduell, bei dem Toshiya zwar zuerst den Abzug hätte betätigen können, jedoch den Stift für den Friedensvertrag zückte. Somit gab es auch in diesem Duell ein Unentschieden.
Für Henning und Lucien geht es morgen um den letzten persönlichen Erfolg, Toshiya kann mit einem Sieg sein Platz auf dem Treppchen sichern und sich mit etwas Glück auch in die Top 3 vorspielen.
Deutlich rasanter, wenn auch leider nicht erfolgreicher, ging es bei Amelies Partie zu. Amelie verhedderte sich in den Fesselungs-Seilen ihrer Gegnerin, sodass sie sich in einem ungünstigen Endspiel wiederfand. Ein letzter Knoten im Bein verhinderte, dass sie die Damenumwandlung verhindern konnte, sodass sie sich geschlagen geben musste. Eine Topplatzierung kann Amelie leider nicht mehr erreichen, gegen ihre bisher punktlose Gegnerin geht sie jedoch als Favoritin in die letzte Partie.
14(w)
Nachdem die U12er eher friedlich unterwegs waren, ging es für unsere beiden aus der U14(w) in den Boxring. Moritz befand sich schon früh in einem offenen Schlagabtausch mit seinem Gegner, in dem er einige gute Treffer landen und somit seinen Gegner mit einem Qualitätsgewinn ins Wanken bringen konnte. Eine Unachtsamkeit ermöglichte jedoch einen unangenehmen Gegenschlag, sodass sie sich nach kurzer Tanzeinlage auf eine Remis einigten.
Mane setzte hingegen auf die eigene Beweglichkeit und täuschte der Gegnerin eine Möglichkeit auf Materialgewinn vor, behielt in einer langen Tauschkette die Oberhand und verblieb schließlich mit einem Läufer mehr. Es folgte der Knockout der Gegnerin im 21.Zug und somit der Sieg für Mane. Ob so die Sofia-Regel richtig angeandt wurde?
Mane und Moritz haben somit beide 4/8 Punkten. Die Partien der letzten Runde könnten ähnlich spannend werden, wie die heutigen, positive Ergebnisse, wie die heutigen, sind aber definitiv in Schlagweite.
U16(w)
Während die Küche des Hotels das Mittagessen zubereitet hat, wurde an den verschiedenen Saal-Brettern, wie man in der Jugendsprache sagt, auch „gekocht“. Einer von diesen sogenannten Köchen war auch Levi, der zwar keine Ratte unterm Hut, dafür aber einen guten Plan im Kopf hatte. Nach 24 Zügen hatte es sein Gegner bereits satt und gab mit zwei Minusbauern in eingeengter Stellung auf.
Leider nicht ganz so erfolgreich konnte Savas den Kochlöffel schwingen. Eigentlich hat er häufig noch ein Ass in Gewürzregel und Trickkiste, heute verbannte er sich aber am Springeropfer seines Gegners die Hand und hatte für seinen König schließlich weniger Platz als die Sardinen in der Dose. Ohne weitere Chance gab er schließlich auf.
Levi befindet sich mit seinen 5,5 Punkten in einem dichten Verfolgerfeld hinter dem Tabellenführer und kann mit einem Sieg in der letzten Runde die Top 3 klar machen. Savas ist bereits sicher vor seinem Setzlistenrang, gegen einen weiteren Punkt hätte er aber sicher nichts einzuwenden
In der U16w versuchte sich Diana indessen an einem Backrezept. Nach langem Kneten konnte sie im Endspiel verdient einen Bauern gewinnen, nachdem lange Zeit unklar war, in welche Richtung die Partie ausschlägt. Der angerührte Teig reichte trotz weiterer Versuche jedoch nicht für die Siegertorte, sodass sie sich mit einem Remis-Muffin zufriedengeben muss.
Ida fand sich nach der Eröffnung in einer zu kleinen Küche wieder, in der ihre Figuren nur wenig Platz zum Manövrieren hatten. Als dadurch in Folge eine Figur verloren gehen sollte, hing sie Kochschürze und Partie für heute an den Nagel.
Auf Grund der Tabellensituation stehen für Diana trotz ihrer 5 Punkte die Chancen auf eine Top 3 Platzierungen denkbar ungünstig, mit einem Sieg wäre aber ein Platz 5 sehr gut denkbar. Ida wird hingegen alles daran setzen, dass sie ihr eher unglückliches Turnier durch einen Sieg positiv ausklingen lassen kann.
U18(w)
Die SJSH und die Delegation positionieren sich klar für Chancengleichheit für alle, zum Thema Materialgleichheit scheiden sich bei der U18 und U18w jedoch die Geister. Justus konnte in seiner Partie eine Figur für eine Qualität gewinnen, konnte dem nachfolgenden gegnerischen Angriff dann aber nicht ausreichend standhalten. Die passiven Leichtfiguren konnten die laufen Bauern leider nicht mehr aufhalten, sodass sich Justus geschlagen geben musste.
Auch Bjarne konnte seine vorletzte Partie nicht gewinnen. Er opferte zunächst einen Läufer und dann eine weitere Qualität für einen interessanten Mattangriff, welcher am Ende aber leider im Sand verlief.
Beiden bleibt der ganz große Wurf in diesem Jahr leider verwehrt, zumindest Justus kann mit einem Sieg aber die TOP 10 sicher machen.
Die beiden U18w-erinnen entschieden sich hingegen, das Material so gleich wie möglich zu halten. Julia nahm es dabei besonders genau und tauschte mit ihrer Gegnerin fast alles fair ab. Das Turmendspiel bot keine Möglichkeiten, um doch noch einen Materialvorteil zu erringen, sodass sie sich den Punkt teilten.
Ida legte die Materialgleichheit hingegen zu ihren Gunsten aus und tauschte nach und nach alle Figuren fair ab, gewann dabei aber mehrere Bauern. Die Freibauern liefen unaufhaltsam auf die Grundreihe ihrer Gegnerin zu, sodass Ida nun endlich ihren ersten Sieg erringen konnte.
In der morgigen letzten Runde treffen Julia und Ida leider aufeinander, das zweite Vorstandsduell kann dabei aber nur spannender werden als die Langweilerpartie aus der ODJM B.
ODJM
Man kann es kaum glauben, aber auch in den ODJMs wurden Spiele gespielt, bei denen SHler dabei waren. Aus Zeitgründen halten wir die Ergebnisse geheim, alle Ergebnisse wurden aber mindestens einmal erreicht.
Einzig Peter Hansen kann noch einen Turniersieg erreichen, wenn er gegen den aktuellen Spitzenreiter in der ODJM B gewinnt. In ODJM A, B und D besteht auch noch die Möglichkeit auf Treppchenplätze, dafür müsste aber Fortuna über unsere Spieler wachen.