Zunächst der kurze Blick auf den Weg, den die beiden Teams ins Finale genommen haben:
Der SC Agon Neumünster startete mit einer Mannschaft ins Turnier, diese konnte sich in der ersten Runde mit einem spannenden 2,5:1,5 Sieg gegen die zweite Mannschaft der SFWI durchsetzen. Nach einem 4:0 gegen den SV Bad Oldesloe 3, mussten die Neumünsteraner auch im Halbfinale gegen eine Lübecker Mannschaft spielen: Trotz nomineller Vorteile reichte es am Ende nur für ein 2:2 gegen die jüngsten Lübecker, durch Siege an Brett 1 und 3 brachte die Berliner Wertung den Einzug ins Finale.
Die Mannschaft des Lübecker SV 3, nominell schon in der ersten Runde ein Favorit auf den Pokalsieg, startet mit einem 4:0 gegen den Ahrensburger TSV ins Turnier. Nach einem weiteren Sieg gegen den SV Bad Oldesloe 1 (3:1) kam es im Halbfinale zum Duell mit Mitfavorit SFWI 1, bei welchem sich die Lübecker ebenfalls mit einem 3:1 durchsetzen konnten.
Das Los entschied für das Heimrecht in Neumünster, sodass sich Diana Kopylov, Artur Frahm, Isa Mohideen Farouk und Ahmet Furkan Demiray für den SC Agon Neumünster und Hanno Hellenbroich, Ida Klara Kutz, Jonas Hieke und Elia Schönrock für den Lübecker SV in Neumünster duellierten, um sich den Landespokalsieger-Titel und den schönen Wanderpokal zu sichern.
Den ersten Punkt des Tages konnte Ida einfahren. Nach einem Bauerngewinn in der Eröffnung konnte sie ihre Figuren schneller aktivieren und somit Arturs schwachen König angreifen. Ohne Raum für Bewegung musste er sich somit nach knapp 1,5 Stunden geschlagen geben. Ida bleibt somit die herausragende Spielerin des Turniers und behält als einzige über alle 4 Partien die weiße Weste.
Als nächstes endete die Partie an Nachbarbrett 3 zwischen Isa und Jonas. Jonas konnte früh eine Figur von Isa gewinnen, hatte dabei aber das Glück, dass Isa die Variante mit viel Gegenspiel gegen Jonas luftige Königsstellung verpasste. Die gewählte Variante mit mäßigem Gegenspiel reichte nicht aus, sodass sich Isa in einem verlorenen Endspiel wiederfand. Jonas konnte dieses sicher runterspielen und gewinnen.
Die Vorentscheidung brachte dann Elia am Brett 4: Nach ausgeglichener Eröffnung fand er gegen Ahmet zur richtigen Zeit den Bauerngewinn und spielte die Partie sicher und ruhig zu Ende. Ahmet sah sich der Macht der gegnerischen Freibauern nicht mehr gewappnet und gab in der Folge auf.
Am längsten spielten Diana und Hanno an Brett 1. Diana konnte bereits in der Eröffnung einen Angriff auf Hannos Stellung aufbauen, doch Hanno hielt dem Druck stand und konnte in der Folge eine Qualität gewinnen. Nachdem er seinen Springer erfolgreich aus Dianas Stellung herausoperieren konnte, behielt er die Oberhand und sicherte sich damit den vierten Brettsieg des Tages.
Somit gewinnen die Lübecker das Finale hochverdient mit 4:0 und tragen bis zur kommenden Saison den Titel der JugendMannschaftPokalSieger, auf welchen sie seit der Saison 2016/17 warten mussten, nachdem sie im letzten Jahr bereits im Finale standen.
Ob sie nun eine ähnliche Siegesserie wie die TuRa Harksheide aufbauen können, bleibt abzuwarten, in den letzten 3 Jahren gab es schließlich 3 verschiedene Siegervereine. Interessant ist dabei auch, dass der jeweils zweitplatzierte Verein des Vorjahrs die letzten beiden Ausgaben gewinnen konnte.
Die SJSH bedankt sich bei allen Vereinen und Spieler*innen, die in dieser Saison teilgenommen haben und wir freuen uns schon auf viele spannende Partien beim JuMaPo 2026/27.